London – Die europäische Kreuzfahrtindustrie erwartet bis 2010 eine weitere Steigerung der Umsätze von 50% und die Schaffung von 60- 70.000 neuen Arbeitsplätzen. Die weltweit führende Rolle beim Bau und der Wartung von Kreuzfahrtschiffen sowie zweistellig wachsende Passagierzahlen machen die Branche nach Ansicht des Dachverbandes European Cruise Council (ECC) zu einem beachtenswerten Wirtschaftsfaktor in Europa.
Nach einer vom ECC beauftragten aktuellen Studie hat sich die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere weltweit zwischen 1995 und 2005 mehr als verdoppelt (14,4 Mio.) und in Europa sogar mehr als verdreifacht (3,3 Mio.). Bis 2015 soll die Zahl der europäischen Passagiere auf rund 5 Mio. anwachsen. Europäische Schiffswerften hätten derzeit Bestellungen für Neubauten im Wert von über 18 Mrd. Euro in den Büchern und deckten damit einen Marktanteil von 95% ab.
In Deutschland buchten 2006 mehr als 700.000 Urlauber eine Hochsee-kreuzfahrt, das sind 10,3% mehr als im Vorjahr. Nach einer Befragung von 40 nationalen und internationalen Anbietern durch den Deutschen Reiseverband (DRV) stieg der Umsatz in diesem Segment um 11,3% auf 1,36 Mrd. Euro. Laut Verband ist der Kreuzfahrtmarkt seit Jahren der am stärksten wachsende Touristikbereich. In Kiel, Rostock-Warnemünde und Hamburg werden 2007 insgesamt rund 300 Kreuzfahrer und ca. 350.000 Passagiere erwartet.
In Kiel wird derzeit eine neue Terminalanlage fertiggestellt, so dass zukünftig bis zu fünf Traumschiffe abgefertigt werden können. Die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde plant bis 2011 in der Hafencity beim Magdeburger Hafen einen modernen Terminalkomplex, der Verkehrs-anbindungen und ein Hotel umfasst.
