Das Handelsvolumen am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland lag im April bei 18,3 Millionen Euro.
In- und ausländische Immobilienfonds dominierten dabei deutlich den Beteiligungshandel. Mit dem WestFonds RWI 047 Ruhrpark Bochum stellte eine Immobilie auch den Kurssieger des Monats (aktueller Kurs 219,5 Prozent). Ein interessanter Trend: das anhaltende und weiter anziehende Anlegerinteresse an US-Immobilienfonds.
Im April 2007 wechselten am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland gebrauchte Beteiligungen im Wert von nominal insgesamt rund 18,3 Millionen Euro den Besitzer. Rund 14,3 Millionen Euro entfielen dabei auf den Handel mit Dreiländerfonds. Das verbleibende Volumen von rund vier Millionen Euro liegt nach den Sondergeschäften der Vormonate wieder stabil auf dem Umsatzniveau vom Jahresanfang 2007. Im Premium-Segment wurden dabei rund 1,1 Millionen Euro umgesetzt. Im Standard-Segment waren es rund 2,9 Millionen Euro. Der Anteil der gehandelten Immobilienfonds belief sich auf fast 94 Prozent (ohne Dreiländerfonds 72,5 Prozent). Besonders interessant im April: die anziehende Nachfrage nach US-Immobilienfonds. Alex Gadeberg, Vorstandsmitglied der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, sagt: „In den letzten Jahren hat das Anlegerinteresse an US-Immobilien zeitweise nachgelassen. Ein Grund: Die hohen Immobilienpreise bei teils sinkenden Mietniveau ließ die Angst vor einer Immobilienblase wachsen. Obwohl einige regionale Immobilienmärkte in den USA weiter mit Seit- und Abwärtstendenzen zu kämpfen haben, lässt sich derzeit insbesondere bei hochklassigen Immobilien in erster Lage ein deutlicher Aufwärtstrend beobachten. Indikator hierfür sind beispielsweise die vermehrten Verkäufe von Fondsimmobilien in den letzten Monaten. Da es mit steigenden Marktpreisen zugleich für Neufonds schwieriger wird, rentable Objekte zu angemessenem Preis zu finden, wächst derzeit das Anlegerinteresse an attraktiven Gebrauchtbeteiligungen.“
DB Real Estate Midtown Manhattan: Kaufgesuche in Millionenhöhe
Am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland schlägt sich das wieder auflebende Anlegerinteresse an US-Immobilienfonds in der Preisentwicklung nieder. Ein Beispiel ist der DB Real Estate Immobilienfonds Midtown Manhattan, der in ein Class-A-Bürohochhaus in der Nähe des Rockefeller Centers in New York investiert. Die Auszahlungen des 1997 aufgelegten Fonds liegen seit 1998 stabil zwischen 7 und 8 Prozent jährlich. Gadeberg: „Der Kurs des DB Real Estate Midtown Manhattan weist kontinuierlich nach oben. Anfang 2006 wurde der Fonds noch für 106 Prozent gehandelt, der aktuelle Preis liegt bei 141 Prozent – mit weiterem Aufwärtspotenzial. So liegen unseren Maklern für diesen Fonds derzeit Kaufgesuche in Millionenhöhe vor. Das Interesse institutioneller wie privater Anleger ist dabei etwa gleich stark.“
Ob Boston oder San Francisco, A-Lagen bevorzugt
Angezogen hat auch der Kurs des DB Real Estate Immobilienfonds 13 California. Am Jahresende 2006 wurde die Beteiligung noch zu 97,5 Prozent des Nominalkapitals gehandelt, im April wechselte ein Anteil zu 102 Prozent den Besitzer. Investitionsobjekte des Fonds sind ein Geschäftshaus in San Francisco und ein Forschungszentrum in Silicon Valley. Die Anleger des Fonds konnten sich zuletzt über 7,5 Prozent jährliche Auszahlung freuen. Selbst die Kursentwicklung der DB Real Estate Immobilienfonds Boston Premium tendiert derzeit aufwärts – von 60 Prozent im November 2006 auf derzeit 75,5 Prozent – und zwar trotz auslaufender Mietverträge bis 2008 und gesunkenem Mietniveau. Gadeberg: „Die Fondsobjekte des DB Real Estate Boston Premium, zwei Bürogebäude in bester Lage in Boston, profitieren offenbar von der aktuellen Wachstumsphantasie bei hochwertigen US-Immobilien.“
FAZIT von Beteiligungen-24:
Der Zweitmarkt Fonds in Deutschland wächst kräftig weiter, nicht nur bei Schiffsfonds und Immobilienfonds. Profiteur dieser Situation sind Zweitmarktfonds und ausstiegswillige Verkäufer, die im Vergleich zu früher deutlich schneller Liquidität aus ihrem Fonds erhalten.
