Die Volkswirtschaft der USA ist eine der fortschrittlichsten und größten der Welt. Entsprechend weit ist die Infrastruktur des Landes entwickelt. Die USA verfügen über gewaltige Transport- und Versorgungsnetzwerke im Wert von etlichen Billionen US-Dollar. Da viele Infrastruktureinrichtungen schon recht betagt sind und Instandhaltungsinvestitionen in der Vergangenheit gescheut wurden, gibt es einen großen Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf. Hier besteht erhebliches Investitionspotential.
Aber auch aufgrund des zusätzlichen Bedarfs müssen die USA die Investitionen in die Infrastruktur weiter erhöhen, denn das aktuelle Investitionsniveau reicht insbesondere in den Bereichen Transport, Wasser- und Abwasserwirtschaft sowie Abfallverwertung bei weitem nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.
So kommt die im Januar 2008 veröffentlichte „National Surface Transport and Revenue Study“ zu dem Ergebnis, dass derzeit öffentliche und private Akteure jährlich insgesamt $ 86 Mrd. in die Verkehrsinfrastruktur investieren. Im Zeitraum bis 2020 sind der Studie zufolge jedoch jährliche Investitionen von $ 241 Mrd. bis $ 286 Mrd. notwendig, also etwa das Dreifache der tatsächlich investierten Mittel.
Die Energiewirtschaft in den USA steht vor der Herausforderung, neben der kontinuierlichen Ausweitung der Kraftwerkskapazitäten auch die überlasteten Stromnetze zu modernisieren und auszubauen. So müssen nach Angaben der U.S. Energy Information Administration bis 2030 neue Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 258 GW gebaut werden, um den wachsenden Bedarf zu decken und alte Kraftwerke zu ersetzen.
Auch bei der Wasserversorgung ist eine erhebliche Steigerung der Investitionen unumgänglich. Die amerikanische Umweltbehörde EPA beziffert den Investitionsbedarf zur Modernisierung und Erweiterung der US-Wasserinfrastruktur innerhalb der nächsten 20 Jahre mit $ 276,8 Mrd.
In den Bereichen Abwasserbehandlung und Müllentsorgung ist ein kontinuierlicher Wachstumstrend beim Bauvolumen zu verzeichnen, das allein im Jahr 2007 um 6,6% auf $ 24,5 Mrd. anstieg. Für die kommenden Jahre werden Zuwächse von 3% bis 7% prognostiziert. Der Investitionsbedarf ist jedoch auch hier deutlich höher. Die US-Umweltbehörde sieht in den kommenden 20 Jahren im Abwassersektor eine Finanzierungslücke von $ 534 Mrd., andere Regierungsstellen rechnen sogar mit doppelt soviel.
Vor diesem Hintergrund stellen Investitionen in Infrastrukturprojekte in den USA eine lukrative Anlagechance dar, denn auch in den USA sind die öffentlichen Haushalte allein nicht in der Lage, die enormen Infrastrukturinvestitionen aufzubringen. Daher eröffnen sich bei der Finanzierung der öffentlichen Infrastruktur vielfältige Investitionsmöglichkeiten für privates Kapital, die neben stabilen Erträgen auch attraktive Renditen erwarten lassen. So weist der S&P Global Infrastructure Index seit seiner Auflegung vor gut sieben Jahren eine durchschnittliche Rendite von 17,5% auf.
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