Die Abgeltungssteuer mit geschlossenen Fonds umgehen Beteiligungen, Kapitalanlagen

Die Abgeltungssteuer mit geschlossenen Fonds umgehen

05.03.2007
Die Abgeltungssteuer mit geschlossenen Fonds umgehen
Die geplante Abgeltungsteuer belastet vor allem Investmentfonds, Zertifikate und Aktien. Als Alternative bietet sich künftig verstärkt die Beteiligungsbranche an. Auf Gewinne aus Aktienverkäufen soll eine Steuer von 25 Prozent entfallen.
 
Seit Jahresbeginn mindert der gesunkene Sparerfreibetrag die Nettorendite bei der Geldanlage. Ab 2009 kommt die Abgeltungsteuer dazu. Von da an sollen Einkünfte aus Kapitalvermögen wie Zinsen, Dividenden, Investmentfonds, Zertifikaten oder Gewinne aus Aktienverkäufen mit einer Steuer von 25 Prozent belegt werden. Damit entfällt auch die bisherige Steuerfreiheit für Kursgewinne aus Fonds und Aktien, die länger als ein Jahr im Besitz des Anlegers bleiben.
 
Die geschlossenen Fonds tangieren diese beiden Gesetzesmaßnahmen kaum - weder der Sparerfreibetrag noch die Abgeltungsteuer. Egal, ob sie diesseits oder jenseits der Staatsgrenze gewerblich oder vermögensverwaltend aktiv sind. Im Gegenteil, geschlossene Fonds könnten sogar davon profitieren, wenn Investoren künftig ihre Gelder aus Aktien abziehen und nach neuen, steuerschonenden Investments Ausschau halten. Aktionäre als die großen Verlierer der Systemumstellung müssen in knapp zwei Jahren durch den Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens nicht nur mit der doppelten Erfassung von Dividenden und Kurzfristgewinnen kalkulieren, sondern ihre realisierten Kurserträge auch noch unabhängig von Haltefristen mit den Finanzbehörden teilen.
 
Spekulationsfrist bleibt erhalten
 
Auch Besitzer von Aktienfonds sind stark betroffen, wenn sie mit ihren Anteilen langfristig fürs Alter vorsorgen wollen. Die bis dahin im Fonds aufgelaufenen Gewinne müssen auf einen Schlag nachversteuert werden. Zudem verlieren Zertifikate ihren Charme, da sie Sondererträge nicht mehr steuerfrei an die Inhaber zusagen können. Auch hier entfällt die einjährige Spekulationsfrist für ab 2009 erworbene Derivate.
 
Wegen drohender Abgaben an das Finanzamt kommt da statt bisherigen Indexzertifikaten auf Rohstoffe durchaus ein Solar- oder Biogasfonds in Betracht. Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds tröstet es indes wenig, dass der Abgeltungssatz mit 25 Prozent vielfach unter der eigenen Progression liegt. Denn die stark ausgebaute Bemessungsgrundlage sorgt per saldo für deutlich höhere Angaben.
 
Risikoreiches Vorgehen bei der Geldanlage wird vom Fiskus nicht mehr belohnt, da Aktien künftig steuerlich wie Festgeld und Rentenfonds behandelt werden. Was liegt näher, als sich nach vergleichbaren Angeboten mit unternehmerischen Aktivitäten umzusehen? Geschlossene Fonds haben darauf steuerlich attraktive Antworten - vor und nach Einführung der Abgeltungsteuer. Denn sie sind vom Gesetzesvorhaben nur wenig oder überhaupt nicht betroffen.
 
Neuer Schub für Fonds
 
Schiffsfonds behalten ihre günstige Tonnagesteuer, die unabhängig von der Gewinnhöhe aus der Portokasse zahlbar ist. Bei Immobilien bleibt die zehnjährige Spekulationsfrist, die in den Renditen einkalkulierten Verkaufsgewinne nach Ablauf der Wartefrist werden nicht geschmälert. Die gewerblichen Solar-, Windenergie-, Biogas- und Biodieselfonds behalten ihre übliche Gewinnermittlung, und Objekte im Ausland rechnen ohnehin ganz anders und ohne die geplanten Neuregelungen hierzulande.
 
Somit bekommt die durch Einführung der begrenzten Verlustrechnung über Paragraf 15b Einkommensteuergesetz gebeutelte Fondsbranche einen neuen Schub und kann sich in Erwartung wechselwilliger Aktionäre schon mal die Hände reiben. Aus Steuersicht ist ein Blick auf die künftigen Angebote im Bereich der geschlossenen Fonds aber nur sinnvoll, wenn die Initiatoren eine sauber kalkulierte Nachsteuerrendite vorweisen können.
 
Zwar müssen Anleger Ende 2008 nicht fluchtartig ihr Bankdepot aufräumen, um die Spekulationsfrist zu retten. Denn für Wertpapiere, die vor 2009 erworben wurden, soll es Bestandsschutz geben und die einjährige Spekulationsfrist weiterhin gelten. In diesen Fällen bleibt die einjährige Spekulationsfrist bestehen.
 
Aber für die nach und nach frei werdenden Gelder müssen die Anleger vermutlich neue Einstiegschancen suchen. Die Übergangsregel erfreut auch Beteiligte an vermögensverwaltenden Private-Equity-Fonds. Denn die bis Silvester 2008 erworbenen Unternehmen können weiterhin ohne Steuern verkauft oder an die Börse gebracht werden. Einen Zwang zur Neuanlage haben die Gesellschaften auch dann nicht, weil sie die Verkaufserlöse nach den Vorgaben des Fiskus an die Anleger ausschütten müssen. Insoweit muss die Rendite genauso wenig nach unten angepasst werden wie bei Immobilienfonds, die ihre Objekte planmäßig erst nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist abstoßen.
 
Ausschüttungen werden versteuert
 
Doch nicht alle Investitionsbereiche der geschlossenen Fonds kommen ganz heil aus den Abgeltungsplänen des Gesetzgebers heraus: Dem Containergeschäft drohen zusätzliche Abgaben, weil die Behälter durch die Verlängerung der Spekulationsfrist um satte neun auf zehn Jahre nicht mehr steuerfrei verkauft werden können. Versicherungspolicen werden wahrscheinlich im Einkauf teurer, da die Versicherten sie nicht mehr wie bisher steuerfrei abtreten können und dafür einen Aufschlag verlangen. Und Private-Equity- sowie Venture-Capital-Fonds können die Erlöse aus Investitionen ab 2009 durch den Wegfall der Spekulationsfrist nicht mehr steuerfrei an ihre Gesellschafter ausschütten.
 
Mit Blick auf das Finanzamt ist generell für jeden Anlegergeschmack eine geschlossene Fondsvariante im Angebot, sofern Beträge ab 15.000 EUR aufwärts verfügbar sind, die auch längerfristig nicht benötigt werden.
 
Denn abseits der künftigen Steuernachteile behalten Aktien, Investmentfonds und Zertifikate das Privileg, täglich handelbar zu sein. Außerdem punkten Wertpapiere generell durch geringere Gebühren. Geschlossene Fonds dagegen sind Langzeitanlagen.
kostenfreie Hotline
Hotline: (09 11) 96 15 - 7 92
News
24.08.2011
Vorabinfo: Airbus A380 EURO-Flugzeugfonds mit AIR FRANCE! Dr. Peters 139 Flugzeugfonds XIII
09.08.2011
Neues Baudenkmal: Schaeffler 2.0 Studentenappartements in Bamberg mit hoher Steuerersparnis
30.06.2011
Wiener Schmankerl: HIH Global Invest 05 Österreich mit hoher Sicherheit und Nach-Steuer-Rendite
29.06.2011
Solarfonds Voigt&Collegen SolEs 23 neu in der Empfehlung
20.05.2011
BUSS Immobilienfonds 3: Holland bietet Sicherheit und attraktive Erträge nach Steuer
19.05.2011
Lufthansa bestellt 5 Boeing 777F - DCM Flugzeugfonds 3
17.05.2011
DCM Flugzeugfonds 3 mit DER Top-Adresse Deutschlands - Lufthansa und DHL
Versicherungen Webkataloge Finanzdienstleister Reise