Der IWF (Internationale Währungsfonds) rechnet für dieses Jahr noch mit einem Rückgang der Weltwirtschaft vom um die 1,4 Prozent, für 2010 wird allerdings schon wieder von einem Anstieg um etwa 2,5 Prozent ausgegangen. Treibende Kraft dieser Entwicklung ist ganz klar Asien, allen voran China.
Welche Rolle zukünftig der Seeverkehr haben wird, zeigen schon die Zahlen aus 2007: Schon damals wurden 80 Prozent der Güter, die in den asiatischen Ländern hergestellt wurden, in Länder außerhalb dieser Region exportiert. Um Rohstoffe, Öl, Konsumgüter und andere Waren in Länder zu bringen, die auf dem Landweg keine Verbindung haben, kommen vor allem Schiffe zum Einsatz. Das Seeschiff ist immer noch das günstigste Transportmittel.
Die Belebung der Weltwirtschaft und des Welthandels wird sich langfristig auch in der Entwicklung der Charterraten widerspiegeln. Experten rechnen damit, dass die Erholung als erstes bei den Bulk Carriern beginnt, denn sie sind die Hauptlieferanten für Rohstoffe. Die Werte des BDI (Baltic Dry Index) bestätigen diese Erwartungen. Lag der Tiefpunkt im November 2008 noch bei 715 Punkten so stieg er im Juli dieses Jahres bereits wieder über die dreitausender Marke. Nach Meinung des ISL (Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik) besteht die berechtigte Hoffnung, dass es zu einer allgemeinen Trendwende kommt.
