Ein zweistelliges Plus bei Kreuzfahrten und Zuwächse vor allem bei Fernreisen haben den deutschen Veranstalter-Markt 2008 beflügelt. In der Wintersaison liegen die Buchungen trotz der Finanzkrise im Plus, sagte DRV-Präsident Klaus Laepple heute in Budapest.
Das stärkste Wachstum verzeichneten nach der DRV-Analyse einmal mehr die Kreuzfahrtanbieter, die ihren Umsatz um zwölf Prozent steigerten. "Nach dem bereits erfreulichen Wachstum von sieben Prozent im Jahr zuvor", meinte Laepple, "ist dies ein weiteres sensationelles Ergebnis." 2009 wollen die großen Kreuzfahrtveranstalter wie Marktführer Aida Cruises, Costa, MSC und Newcomer TUI Cruises mit neuen Schiffen weiter zulegen.
Umsatztreiber waren neben Kreuzfahrten vor allem Flugreisen. Bei Zielen auf der Nah- und Mittelstrecke stieg der Umsatz um drei Prozent, bei Fernreisen um vier Prozent. Reisen per Auto, Bahn und Bus verbuchten ein Umsatzplus von zwei Prozent. Unter den Zielgebieten legten vor allem Nordamerika, die Vereinigten Arabischen Emirate, Thailand, ägypten, die Türkei, österreich und Deutschland zu. Rückgänge gab es laut DRV für Italien, Bulgarien, Kenia, Südafrika und China.
In die Wintersaison sind die deutschen Veranstalter nach der DRV-Umfrage trotz der Finanzkrise und der drohenden Rezession noch mit einem Plus von zwei Prozent gestartet. Für den Sommer 2009 seien Aussagen noch zu früh. "Wir gehen auch für das nächste Jahr von einer stabilen Nachfrage beim organisierten Urlaub aus", machte Laepple der Branche Mut. Die Touristikbranche könne sich nicht "aus der gesamtwirtschaftlichen Lage ausklinken", so Laepple. Aber in wirtschaftlich unsicheren Zeiten könne die Nachfrage nach Veranstalter-Angeboten steigen, weil bei organisierten Reisen, speziell den ausgeweiteten All-inclusive- und Frühbucherangeboten, die Budgetsicherheit hoch sei.
Quelle: Auszug aus einem Artikel des Touristik Branchendienstes der FVW vom 13.11.2008
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