ISL-Studie: Containerschiffe bis 3000 TEU kommen besser aus der Krise Beteiligungen, Kapitalanlagen

ISL-Studie: Containerschiffe bis 3000 TEU kommen besser aus der Krise

03.08.2009
ISL-Studie: Containerschiffe bis 3000 TEU kommen besser aus der Krise
Eine kürzlich veröffentlichte Studie des ISL, Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik kommt zu dem Ergebnis, dass Containerschiffe bis 3.000 TEU die aktuelle Marktsituation schneller überwinden werden als größere Schiffe.
 
Die Bremer Verkehrswissenschaftler sehen die Talsohle erreicht und bereits erste Anzeichen der Erholung. So rechnet das ISL bereits ab dem Jahr 2010 wieder mit einem steigenden Containerumschlag, ab 2011 sogar mit jährlichen Wachstumsraten, die im pessimistischen Fall bei 6 % p.a. und im optimistischen Fall bei 10 % p.a. liegen. Das Größensegment bis 3.000 TEU wird hierbei am schnellsten in ein ausgeglichenes Verhältnis aus Tonnageangebot und -nachfrage zurückkehren. Dies wird sich entsprechend positiv auf die Charterratenentwicklung auswirken.
 
Die Begründung des ISL für diese positiven Aussichten:
 
  • Das Segment der Schiffe bis 3.000 TEU profitiert von dem vergleichsweise geringen Auftragsbestand in Verbindung mit einem hohen Verschrottungspotential. Fasst man das Verschrottungspotential mit den Ablieferungen zusammen, ergibt sich z.B. bei den Einheiten 2.000 TEU - 3.000 TEU ein effektiver Flottenrückgang, selbst wenn alle bestellten Schiffe planmäßig abgeliefert werden
  • Das ISL erwartet, dass 25 % der Ablieferungen von getätigten Neubaubestellungen ausfallen bzw. signifikant verzögert werden. Diese Annahme bezeichnet das ISL als konservativ, da andere Analysen von bis zu 50 % Ausfall bzw. Verzögerungen z.B. wegen Finanzierungsproblemen ausgehen. Des Weiteren wurden seit einem dreiviertel Jahr weltweit keine neuen Bestellungen in Auftrag gegeben
  • Kleinere Containerschiffe haben eine relativ höhere Bedeutung für den Seehandel. Machen sie lediglich rund ein Drittel der Flottenkapazität aus, sind sie dennoch für 55 % des Containerumschlags verantwortlich. Sie spielen eine deutlich größere Rolle und werden bei einem Anziehen des Marktes entsprechend schnell wieder aufgenommen
 
Die Studie zeigt daher eine klare Perspektive auf:
 
  • Es werden mittelfristig unverändert Wachstumsraten des Containerverkehrs von 6 % - 10 % p.a. erwartet
  • Im Rahmen einer zyklischen Betrachtung dürfte die Aufschwungphase gerade für Schiffe bis 3.000 TEU auf Sicht wieder einsetzen
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