Schiffsfonds: Containerschiffe sorgen für gute Stimmung Beteiligungen, Kapitalanlagen

Schiffsfonds: Containerschiffe sorgen für gute Stimmung

12.05.2007
Schiffsfonds: Containerschiffe sorgen für gute Stimmung
Die weiter wachsende Globalisierung wird den Welthandel nachhaltig fördern. Hauptwachstumsträger ist und bleibt vorerst Asien, allen voran China. Davon profitiert besonders die Containerschifffahrt bzw. Schiffsfonds.
 
Der Container ist das beliebteste und günstigste Transportmittel weltweit. Der internationale Containerverkehr ist in den vergangenen Jahren überproportional zum Welthandel weiter gewachsen. Er ist die Basis des internationalen Warenaustauschs. Die Güterverkehrsmärkte und damit auch die Containerschifffahrt sind eng mit der Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels verknüpft. Durch die fortschreitende Globalisierung werden immer mehr Produktionskapazitäten aus Europa und Nordamerika nach Asien und Lateinamerika verlagert. Die für die Produktion notwendigen Rohstoffe und halbfertigen Erzeugnisse müssen, ebenso wie die Fertigerzeugnisse, immer weitere Wege zurücklegen. Folglich wächst der Bedarf an internationalem Seeverkehr.
 
Die Aussichten für die Containerschifffahrt sind also positiv. Der Warenaustausch vor allem zwischen Asien, Nordamerika und Europa steigt kontinuierlich an. So war auch das am Umschlag gemessene Marktwachstum des vergangenen Jahres, laut dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL), weiterhin im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich. In den kommenden zehn Jahren ist mit einem weiteren starken Wachstum des Umschlagvolumens zu rechnen, das im vergangenen Jahr bei rund 440 Millionen TEU lag. Das ISL geht von einer Verdopplung dieser Menge bis 2017 aus.
 
Die Konsequenz ist, dass mehr Containerschiffe geordert werden, um die wachsende Transportmenge zu bewältigen. Im zweiten Halbjahr 2006 sind insgesamt 153 Containerschiffe mit zusammen 600.000 TEU neu in Betrieb gegangen. Darunter war auch das mit 13.500 TEU weltweit größte Containerschiff „MS Emma Maersk“ der dänischen Maersk-Reederei, das im September 2006 vom Stapel gelaufen ist. Rund 50 Prozent der Kapazitäten finden sich heute auf Containerschiffen mit mehr als 4.000 TEU, im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei 26 Prozent. Auch in Zukunft ist davon auszugehen, dass diese Schiffsgröße gefragt sein wird, um den dynamischen Welthandel zu bedienen. Experten gehen davon aus, dass bis 2010 die Zahl der Schiffe mit 7.000 TEU und mehr, gemessen an der Kapazität, um 120 Prozent wachsen wird. Deutsche Reeder meinen allerdings, dass das Größenwachstum der Containerschiffe vorerst an seine Grenze gestoßen ist. Das hat eine Umfrage der HypoVereinsbank unter Schifffahrtsunternehmen ergeben. 
 
Daher besteht auch ein entsprechend hoher Bedarf an Zubringerschiffen des so genannten Feedersegments. Feeder werden als Zulieferer und Verteiler für große Seeschiffe eingesetzt. Sie transportieren Waren von und zu großen Seehäfen und fahren beispielsweise Städte wie Helsinki oder St. Petersburg an, die nicht direkt an die internationalen Seehandelswege angebunden sind. Für große Containerschiffe ist es nicht ökonomisch, zur Entladung eines Teils ihrer Fracht kleinere Häfen anzulaufen, abgesehen davon, dass der Tiefgang dafür oft gar nicht ausreicht.
 
Selbst große Handelshäfen, wie der Hamburger Hafen, besitzen nicht in allen Teilen des Hafenbeckens die erforderliche Tiefe. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Feeder entsprechend dem Wachstum der Gesamtflotte zunehmen wird. Das Transportvolumen im Zubringerverkehr wird sich Prognosen zufolge um 8,6 Prozent jährlich auf 174 Millionen TEU im Jahr 2014 erhöhen. Die Anzahl der Feederschiffe bis 1.000 TEU wird sich demnach voraussichtlich um 23 Prozent vermehren. Da die Anzahl großer Containerschiffe wächst, werden in Zukunft auch immer mehr Feederschiffe mit einer Stellplatzkapazität von mehr als 2.000 TEU gefragt sein. Der Fonds-Media-Studie zufolge ergibt sich auf Basis der Wachstumsprognosen bis zum Jahr 2014 ein Zusatzbedarf an neuen Containerschiffen der Größenklasse 1.000 bis 3.000 TEU von 2.400 Schiffseinheiten.
 
In der Vergangenheit wurden Wachstumsprognosen von der Realität sogar meist überholt.
 
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