Das Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis hat das weltweite Investitionsverhalten auf den Gewerbeimmobilienmärkten in einem Global Investment View untersucht. Danach haben im vergangenen Jahr besonders die Immobilienmärkte in Asien und Europa enorme Steigerungen an Marktaktivität verzeichnet. Generell zugenommen hat das grenzüberschreitende Geschäft. Der starke Wettbewerb zwischen Investoren, der Druck auf die Renditen und eine limitierte Anzahl an potenziellen Investitionsobjekten lassen Interessenten verstärkt außerhalb der Grenzen des eigenen Heimatlandes schauen.
Zum Ende des Jahres 2006 verzeichneten sechs der zwölf führenden Immobilieninvestmentmärkte der Welt Steigerungen von über 30 Prozent im Jahresvergleich, in Peking beispielsweise erhöhte sich das Investitionsvolumen von umgerechnet 2,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2005 auf 3,7 Milliarden US-Dollar, in Singapur wurden im Jahr 2006 mit 2,7 Milliarden US-Dollar mehr als doppelt so viele Gewerbeimmobilien transferiert wie im Vorjahr 2005, damals entsprach das Investitionsvolumen 1,2 Milliarden US-Dollar.
Auch in den USA keine Abkühlung
Auch in den Vereinigten Staaten zeigte sich im Jahr 2006 noch keine Abkühlung der Märkte. In New York City wurden Immobilien im Wert von 23,3 Milliarden US-Dollar gehandelt, eine Steigerung um 31 Prozent gegenüber den 17,7 Milliarden US-Dollar, die im 2005 umgesetzt wurden. Im Europa war London der umsatzstärkste Markt, hier wurden Gewerbeimmobilien im Wert von 27,6 Milliarden US-Dollar gehandelt, gefolgt von Paris mit 21,2 Milliarden US-Dollar, wo die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr (11,4 Milliarden US-Dollar) fast verdoppelt wurden. Einhergehend mit dem Anstieg der Marktaktivität nahmen grenzüberschreitende Investitionen zu, so investierten US-amerikanische Investoren 313 Millionen US-Dollar in Shanghai, in Hongkong kam die größte Investorengruppe aus Australien, diese gaben 643 Millionen US-Dollar in Hongkong aus. In den USA kamen 2006 über 5 Milliarden US-Dollar von Investoren aus den Mittleren Osten, diese lösten die Australier als größte ausländische Immobilienkäufer ab, die 2005 8,5 Milliarden US-Dollar in Nordamerika investiert hatten.
Deutsche interessieren sich für Wien
Zum Vergleich: In Wien wurden 2006 2,4 Milliarden Euro investiert, der Anteil heimischer Investoren lag bei 54 Prozent, die größte ausländische Gruppe war jene der deutschen institutionellen Anleger mit 23 Prozent. Allerdings werden auch in Wien die britischen und US-amerikanischen Investoren immer stärker.
