Basis-Informationen zur Schifffahrt Beteiligungen, Kapitalanlagen

Basis-Informationen zur Schifffahrt

11.12.2008
Basis-Informationen zur Schifffahrt
Schon seit vielen Jahrhunderten wird in der Schifffahrt auffallend viel Geld verdient. Zu Zeiten der ersten Segelschiffe schlossen sich wohlhabende Kaufleute zusammen, um durch den Transport von Waren zu profitieren.
 
Heutzutage sind jedoch wirtschaftliche Totalverluste, wie damals möglich, durch unterschiedliche Instrumente nahezu ausgeschlossen. Die Gewinne in der Schifffahrt sind nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Heute ist es jedoch nicht mehr nur den reichen Kaufleuten vorbehalten, an diesem gewinnträchtigen Markt zu partizipieren. Die Möglichkeit hierzu erhält der Anleger in Deutschland durch das mittlerweile bewährte Modell der Schiffbeteiligung.
 
Es gibt die unterschiedlichsten Segmente in der Schifffahrt. Die drei wichtigsten sind der Containerschiffsmarkt, der Tankermarkt und der Bulkermarkt.
 
Der Containerschiffsmarkt
 
Containerschiffe transportieren standardisierte Metallbehälter (TEU), den so genannten Container. Der Container hat den Welthandel nicht nur vorangetrieben, sondern ist zugleich auch Voraussetzung und Motor für diese Entwicklung. Ein Container ist ein flexibles Beförderungsmittel in dem fast alles befördert werden kann. Durch den Transport der Waren im Container haben sich die Beförderungskosten auf einen Bruchteil der früheren Kosten verringert. Dies macht den Container so effektiv.
 
Der Tankermarkt
 
Tanker werden zum Transport von flüssigen Ladungen eingesetzt. Hinsichtlich ihrer Ladungsmöglichkeit unterscheidet man grundsätzlich zwischen Rohöl- und Produktentanker. Rohöltanker transportieren ausschließlich Rohöl. Produktentanker hingegen können Produkte, wie z.B. Benzin, Kerosin, aber auch Speiseöl, Säuren oder Laugen transportieren.
 
Der Bulkermarkt/Massengutschiffe
 
Bulker werden für den Transport trockener Massengüter, wie z.B. Getreide, Zucker, Erze, Kohle, Düngemittel oder auch Schrott eingesetzt. Charakteristisch für diesen Schiffstyp ist, dass die Ladung lose transportiert wird.

Funktionsweise einer Schiffsbeteiligung:
 
Der Anleger beteiligt sich über eine Kommanditgesellschaft an einem Schiffsfonds. Die Gesellschaft erwirbt ein Schiff, welches dann verchartert wird. Aus den Chartereinnahmen werden die laufenden Betriebs- und Finanzierungskosten gedeckt. Darüber hinausgehende Gewinne werden als Ausschüttung dem Gesellschafter zugeführt. Die Attraktivität dabei liegt nicht zuletzt in der sehr geringen Besteuerung der entstandenen Gewinne, da sie der so genannten „Tonnagebesteuerung“ unterliegen.
 
Bei der Tonnagesteuer handelt es sich um eine spezielle Form der Gewinnermittlung für Handelsschiffe. Sie wurde in Deutschland zum 1. Januar 1999 eingeführt. Der Hintergrund für diese Einführung war eine Angleichung des Standortes Deutschland an den Standard der Europäischen Union. In der Konsequenz ist somit ein erheblicher Steuervorteil bei einer Investition in eine Schiffsbeteiligung entstanden.
 
Warum: Der Gewinn einer Schifffahrtsgesellschaft wird nicht an dem tatsächlichen erwirtschafteten Einkommen ermittelt, sondern pauschal nach der Größe des Schiffes. Das bedeutet nach der so genannten Tonnage. Dadurch wird der Gewinn extrem gering, was für einen Investoren zu einer äußerst niedrigen Besteuerung führt. Selbst dann, wenn das Schiff ein sehr hohes Ergebnis erwirtschaftet und der Anleger eine hohe Ausschüttung erhält. Somit kann der Investor seine Ausschüttung ohne Anrechnung auf seine persönlichen Sparerfreibeträge vereinnahmen.
 
In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies bei einer beispielsweisen Beteiligungshöhe von 100.000 € einen pauschal ermittelten Gewinn von 0,2%. Daraus ergibt sich beim Spitzensteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag eine Steuerzahlung von knapp 90 €, auch bei einer Ausschüttung von z.B. 10%. Auch bei einer etwaigen Veräußerung des Schiffes fällt keine zusätzliche steuerliche Belastung an.
 
Fazit: Nicht zuletzt durch die extrem niedrige Besteuerung bei Schifffonds gehört eine Schiffsbeteiligung in jedes Anlageportfolio, da schwerlich vergleichbare Nach-Steuer-Renditen erzielt werden können! Zudem bedeuten Investitionen in die unterschiedlichen Marktsegmente eine sinnvolle Streuung, da die einzelnen Märkte in keiner Abhängigkeit zueinander stehen. Dieser Aspekt ist selbst vielen erfahrenen Schiffsanlegern oftmals nicht bewusst!
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