Immobilienfonds Deutschland Beteiligungen, Kapitalanlagen

Immobilienfonds Deutschland

Die Basisanlage vieler deutscher Anlage ist die sicherheitsorientierte Investition in einen geschlossenen deutschen Immobilienfonds. Des Deutschen liebstes Kind ist die Immobilie, da sie Sicherheit verspricht. In Form des Fonds kommen noch gute Renditechancen und steuerliche Vorteile dazu. Investiert wird in ein Objekt, i.d.R. Bürogebäude, Gebäude im Einzelhandel, Lagerhallen, etc.. Ebenfalls ist die Investition in mehrere Objekte zur Kapitalstreuung denkbar.
 
Wichtige Merkmale für einen optimalen Verlauf der Anlage sind natürlich die Lage der Immobilie, die u.a. auch den späteren Verkauf mit beeinflusst. Ein günstiger Einkaufspreise sowie bonitätsstarke (liquide) Mieter sind weitere wichtige Erfolgsfaktoren. Der deutsche Markt kann, bezogen auf die Lage, in ausgesuchten Regionen als sehr solide bezeichnet werden. Zyklen gibt es sicherlich auch dort.
 
Historisch gesehen erwirtschaftet der deutsche Immobilienmarkt im Vergleich zu den europäischen Nachbarn Renditen im unteren Drittel. Mit durchschnittlich rund 5% Nachsteuer-Rendite liegt der Ertrag für den Anleger allerdings noch immer weiter vor den Alternativen (z.B. langfristige Zinsanlagen wie Schuldverschreibungen), die in der Nachsteuer-Betrachtung deutlich niedrigere Erträge für den Anleger aufweisen.
 
Wie jede wirtschaftliche Kalkulation wird auch bei einem Immobilienfonds von einer zukünftigen Entwicklung ausgegangen. Allzu euphorische Erwartungen, die sich in der Planrechnung im ersten Moment als hohe Ausschüttungen darstellen, müssen bei Abweichungen revidiert werden - die Folge: Ausschüttungen müssen teilweise reduziert oder ganz gestrichen werden. Um dies zu verhindern sollten Sie auf eine konservative Prognoserechnung achten, die nachweislich gute und sicherheitsorientiert kalkulierende Initiatoren einbauen.
 
 
Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren:
  • Die Lage der Immobilie ist von entscheidender Bedeutung  
  • genug Liquidität während der Vermietungsphase
  • Guter Mietermix bzw. sehr gute Einzelmietverhältnisse 
  • langjährige Erfahrung des Initiators mit sehr guter Leistungsbilanz
  • wirtschaftlich seriöse und nachvollziehbare Kalkulation 
  • günstiger Kaufpreis der Immobilie bzw. konservative Verkaufskalkulation 
 
 
Marktverhalten:
 
Verschiebung der Schwerpunkte
Die Investitionsschwerpunkte in Europa scheinen sich zu verschieben. Cushman & Wakefield sieht den Anteil Deutschlands, Frankreichs und einiger osteuropäischer Schwellenländer am Gesamtvolumen wachsen und dafür den Anteil Großbritanniens von 50 auf 40 Prozent sinken. Hier schimmert der starke Euro durch. Mehr als die Hälfte aller Immobilieninvestments entfielen auf Büroimmobilien, 28 Prozent auf Einzelhandelsimmobilien. Deutschland könnte in diesem Jahr sogar zum ersten Mal mit der sprunghaften Zunahme des Kapitalzuflusses von mehr als 60 Prozent Großbritannien einholen, wo sich der Zufluss um knapp 40 Prozent vermindert hat.
 
Als Investitionsland gilt Deutschland in der Tat als attraktiv. 
So haben bei einer Befragung von Ernst & Young unter mehr als 1.000 international tätigen Unternehmen 18 Prozent der Befragten Deutschland als „äußerst positiv“ beurteilt. Damit nimmt es hinter den USA und China weltweit den dritten Platz ein. Geschätzt werden die gute Infrastruktur, die Qualität von Forschung und Entwicklung, die gute Ausbildung der Arbeitskräfte sowie die Attraktivität des Binnenmarktes. Hinter Deutschland folgen Polen mit 15 Prozent und Großbritannien mit elf Prozent. Obwohl China die Nummer zwei der Weltrangliste ist, verliert es bei internationalen Investoren derzeit deutlich an Attraktivität. Der Anteil der Unternehmen, die China als einen der drei Spitzenstandorte bezeichnet haben, ist von 52 auf 41 Prozent gesunken. Für Deutschland allerdings gingen 55 Prozent der Befragten ebenfalls davon aus, dass der Standort in den kommenden Jahren eher an Anziehungskraft verlieren werde.
 
Veränderungen auf den deutschen Immobilienmärkten
Die großen Transaktionen auf den Immobilienmärkten zeigen jedoch, dass die Mehrzahl der Investoren auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung Deutschlands setzt. Nur so wird verständlich, dass internationale Investoren seit dem Jahr 2000 annähernd eine Million Wohnungen in Deutschland erworben haben.
 
Die Immobilienmärkte in Deutschland haben mit der Rolle als „Investor’s Darling“ aber auch ihren Charakter verändert. Zum einen sind Standorte ins Blickfeld internationaler Investoren gerückt, die in Deutschland bislang als zweitklassig angesehen wurden. So erhöhte vor allem der Kauf von Immobilien für Fach- und Supermärkte in kleineren Städten die Akzeptanz dieser Standorte auch bei anderen Investoren. Zum andern haben die Aktivitäten großer und kleiner Beteiligungsgesellschaften zu Untersuchungen über Standortqualitäten in Deutschland geführt, wie sie zuvor undenkbar waren. Zugleich hat sich die Transparenz und die Professionalität auf den Immobilienmärkten spürbar erhöht und den überwiegend regional tätigen Immobiliengesellschaften in Deutschland gezeigt, welche Potenziale auf den Märkten schlummern. Dadurch entwickelte sich eine neue Qualität im Umgang mit Immobilienanlagen und wurden neue Wege bei der Finanzierung beschritten. So orientiert sich die Finanzierung von Immobilieninvestments inzwischen sehr viel stärker an den Gesetzmäßigkeiten des Kapitalmarktes. Und dieses Rad wird wohl auch nicht mehr zurückgedreht werden.
 
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