Das Prinzip von Lebensversicherungsfonds ist denkbar einfach: Der Anleger investiert über den sog. Zweitmarkt in "gebrauchte" Lebensversicherungspolicen, die unter dem inneren Wert eingekauft und später wieder verkauft bzw. bis zur Fälligkeit gehalten werden. Aufgrund dieser günstigen Einkaufsmöglichkeit ergeben sich erhebliche Renditechancen für den Anleger . Zur Anlage stehen bereit: US-amerikanische, britische und deutsche Lebensversicherungen im Zweitmarkt.
USA
Die in Deutschland vorwiegend zur Absicherung von Risiken bekannten Risikolebensversicherungen werden in den USA hauptsächlich abgeschlossen. Die Versicherungssumme ist auschließlich mit dem Tod der versicherten Person fällig. Eine Kündigung der Police ist wie in Deutschland nicht möglich, der Verkauf allerdings schon. Dadurch ist es der versicherten Person möglich, noch zu Lebzeiten einen Teil des Kapitals zu verwenden.
Durch die Übernahme des Vertrages durch die Fondsgesellschaft wird der einzelne Versicherungs-vertrag unter Fortzahlung der monatlichen Beiträge weitergeführt, die Versicherungsleistung im Todesfall geht an die Fondsgesellschaft.
Der Markt für US-Lebensversicherungspolicen entwickelt sich vollkommen unabhängig von klassischen Märkten (z.B. Aktienmärkten) und eignet sich daher grundsätzlich zur Risikostreuung innerhalb eines Vermögens.
Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren:
- Einkauf aussichtsreicher einzelner Versicherungen bzw. eines ganzen Portfolios
- Unterstützung i.d.R. durch mind. 2 ärztliche Gutachten
- Kooperation mit vor Ort etablierten Bewertungsunternehmen
- Fundierter Market-Maker (Einkäufer) vor Ort
- Nachhaltigkeit der Prognoserechnung
- Erfahrung und Kontakte des Managements
Deutschland
Aufgrund der insgesamt langen Laufzeiten und sich verändernder Lebensumstände versicherter Personen erreicht in Deutschland jede zweite kapitalbildende Lebensversicherung ihren geplanten Endablauf nicht. In den ersten Versicherungsjahren werden mit den Beiträgen die anfallenden Verwaltungskosten gedeckt, daher baut sich erst allmählich ein nennenswerter Rückkaufswert der Policen auf. Eine Kündigung (oftmals deutlich unter dem inneren Wert der Versicherung) ist daher nur in Notsituationen ratsam.
Dagegen stellt der Verkauf der eigenen Police aufgrund einer Vielzahl von Vorteilen eine echte Alternative dar. Der angebotene Ankaufspreis des Aufkäufers (letztlich der Fondsgesellschaft) liegt i.d.R. 3-10 % höher als der angebotenen Rückkaufswert der eigenen Versicherung. Der Vorteil des Käufers liegt im günstigen Kauf (noch immer unter dem inneren Wert) der bestehenden Lebensversicherung und in der bereits garantierten hohen Versicherungssumme zum Ablauf der Versicherung.
Gerade für sicherheitsorientierte Anleger bietet dieses System zahlreiche Vorteile. So ist über den eingeführten Sicherungsfonds der deutschen Versicherer die Ablaufsumme nicht nur garantiert, auch die garantierte Mindestverzinsung sorgt für hohe Sicherheit. Risikostreuung besteht auch durch die Streuung auf eine Vielzahl einzelner Lebensversicherungen unterschiedlicher Gesellschaften und Zeitpunkte des Abschlusses der Versicherung. Insgesamt ergeben sich hier attraktive Ertragschancen bei weitestgehender Sicherheit der Anlage.
Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren:
- Sinnvolle Auswahl der unterschiedlichen Versicherungspolicen
-
günstige Kostenstruktur innerhalb des Fonds
-
im Idealfall Ertragsbeteiligung des Managements
- Kooperation mit einem etablierten Policenaufkäufer in Deutschland
- Nachhaltigkeit der Prognoserechnung
- Erfahrung und Kontakte des Managements
Großbritannien
Angelehnt an die deutsche Kapitalversicherung investiert der Anleger auch in Großbritannien in die sog. "with-profit-Policen". Auch hier ist die dauerhafte Kapitalbildung mit Schlusszahlung bei Ablauf der Versicherungszeit die Basis eines Versicherungsvertrages. Durch das Versicherungsrecht in Großbritannien ist es den britischen Versicherungsgesellschaften möglich, zu einem deutlich höheren Anteil als in Deutschland in Wertpapiere (u.a. Aktien) zu investieren. Im Rückblick erzielten daher die Briten deutlich höhere Erträge als ihre deutschen Mitstreiter - eine höhere Rendite-Erwartung ist daher vollkommen berechtigt. Die Garantieverzinsungen (jährliche Bonifikation) ist bei den britischen Versicherungen geringer als bei deutschen Lebensversicherungen - eine Kapitalgarantie ist aber auch bei britischen Lebensversicherungen gegeben. Der Zeitpunkt des Kaufes auf Basis der aktuellen Jahresbonifikation ist entscheidend für den Kaufpreis der Police.
Wir bewegen uns derzeit auf historisch niedrigen Niveaus, d.h. die Kaufpreise für britische Policen sind historisch betrachtet als sehr günstig zu bewerten !
Das britische Versicherungssystem basiert darauf, wesentliche Teile des Deckungsstocks (der aus den Sparanteilen der Versicherungsbeiträge gebildet wird) in Aktien zu investieren. Weitere Anlagen finden in festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien etc. statt.
Das with-profit-Anlageprinzip basiert auf der Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Gewinnen. Grundlage für das reibungslose Funktionieren der „with-profit“-Anlage sind die hohen Kapitalreserven der Versicherungsgesellschaft, die nicht nur Sicherheit für den Anleger bieten, sondern die ausgesprochenen Garantieverpflichtungen erfüllbar machen. Britische Versicherer unterliegen keinerlei Einschränkung in der Kapitalanlage. Um eine Aktieninvestition erfolgreich zu gestalten, ist vor allem Erfahrung notwendig. Mit dieser erfolgssichernden Erfahrung, dem so genannten Assetmanagement,
können die britischen Versicherungsunternehmen durchweg aufwarten und die vergangenen Renditen beweisen, dass britische Versicherer, und insbesondere deren Kunden, nicht nur kurzfristig von steigenden Börsenkursen profitieren, sondern über lange Zeiträume hohe Renditen, durch aktienorientierte Anlagestrategien, erzielen.
können die britischen Versicherungsunternehmen durchweg aufwarten und die vergangenen Renditen beweisen, dass britische Versicherer, und insbesondere deren Kunden, nicht nur kurzfristig von steigenden Börsenkursen profitieren, sondern über lange Zeiträume hohe Renditen, durch aktienorientierte Anlagestrategien, erzielen. Durch das speziell von britischen Versicherern entwickelte System des „Smoothing“ (Glättung) sind Kunden britischer Versicherer weit weniger abhängig von Kursschwankungen als Direktinvestoren in Aktien. Neben der Erfahrung in der Aktieninvestition und dem Smoothing-Prinzip, bietet die strenge und kundenfreundliche angelsächsische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Service Authority (FSA) größtmögliche Sicherheit für alle Anleger. Nicht umsonst hat die EU das Aufsichtssystem der britischen Versicherungsindustrie bereits im Jahr 1992 als Modell zur Umstrukturierung der Versicherungssysteme innerhalb der EU vorgeschlagen.
Durch die geringeren Restriktionen und eine seit vielen Jahrzehnten etablierten Aktienkultur in Großbritannien waren und sind britische Lebensversicherungen attraktiver als ihre europäischen Nachbarn. Der Brite ist jederzeit in der Lage, seinen aktuellen Wert der Police online zu erfragen - in Deutschland wäre das nach wie vor nicht denkbar.
Zudem ist der Handel einer Police in Großbritannien standardisiert, was sich auch auf die Abwicklung des Ankaufs und die Auszahlung des Gegenwertes positiv auswirkt.
Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren:
- Gute Streuung von rendite- und bonitätsstarken Versicherungspolicen
- Kostenstruktur und Gewinnverteilung zwischen Fonds und Management
- Kooperation mit einem etablierten Market-Maker in Großbritannien
- Nachhaltigkeit der Prognoserechnung
- Erfahrung des Managements
